Der Karneval ist das größte Volksfest
in Köln. Jede Session beginnt traditionell jedes Jahr
am 11.11.
und endet am Aschermittwoch. Der jecke Sessionsstart
wird um 11:11 Uhr von der Bühne auf dem Heumarkt
ausgerufen. In der Adventszeit ist dann aber gleich
Pause. Danach geht es mit den über 600 Karnevalssitzungen
in den vielen Sälen der Stadt los. Startschuss dafür
ist die Proklamation des Kölner Dreigestirn, das aus
Prinz, Bauer und Jungfrau besteht, in der ersten
Januarwoche. Den festlichen Akt übernimmt der
Oberbürgermeister und gibt damit symbolisch seine Macht
bis Aschermittwoch an die Jecken ab. An Weiberfastnacht, am Donnerstag
vor Rosenmontag, eröffnen der OB und der Präsident
des Festkomitees Kölner Karneval
auf dem Alter Markt
gemeinsam die "tollen Tage", also den.
Während der gesamten Session
residieren die drei "Tollitäten" über
mehrere Wochen in ihrer "Kölschen Hofburg",
die im Pullman Hotel Köln an der Helenenstraße eingerichtet wird. Von hier aus startet das
Trio zu 300 Auftritten in
Auftritten in dutzenden Festsälen in Köln.
Den Düsseldorfern leistet die viel ältere Stadt Köln
im geliebten Karneval mit den kölschen Karnevalsliedern
ohnehin schon immer eine Art Entwicklungshilfe. Der Höhepunkt
jeder Session
ist sowohl in Köln als auch in den anderen Hochburgen
des Frohsinns der Rosenmontag, wenn es etwa in Köln heißt
"D'r Zoch kütt!".
Mehr als zwei Millionen Menschen stehen dann entlang des
6,3 km langen Zugweges, um die Parade zu sehen. Vor allem
von den Prunkwagen werden Zentner von Kamelle (Bonbons),
Strüßjer (kleine Blumensträuße) und ganze Pralinenschachteln
auf das dolle Jeckenvolk geworfen. Der größte
Augenblick für jeden Zugbesucher ist die Ankunft des
Dreigestirns. Während Bauer und Jungfrau auf einem
Wagen stehen und dort oben stundenlang bejubelt werden,
bricht rund um den dahinter fahrenden Prinzen auf einem
noch prunkvolleren Wagen ein wahrer Sturm der
Begeisterung im jecken Volk los. Leicht vorstellbar,
dass die Rolle des Prinzen im Kölner Karneval ein
unvergessliches Ereignis im Leben sein muss. Und nun
steht die Session
2009/2010 zudem unter dem schönen Motto "In Kölle
jebützt". Das alles sind gute Vorzeichen für das neue
Dreigestirn aus Prinz Markus, Bauer Hubert und Jungfrau
Martina, die der Karnevalsgesellschaft "Große
Braunsfelder" von 1976 entstammen. Auf das
Dreigestirn und eine schöne Session ein dreifach
"Kölle Alaaf!".
Mehr zum Karneval beim Festkomitee
des Kölner Karnevals, Tel. 57 40 00 oder www.koelnerkarneval.de.
Infos über Tribünenplätze unter Tel. 221-25873.
Feste und Open Air-Events in Köln
2010
CHRISTOPHER
STREET DAY Fünf Tage dauert
das Spektakel rund um die Selbstdarstellung von Schwulen und
Lesben, die aus aller Welt nach Köln kommen. In den Szeneclubs und auf
den Bühnen in der Alt- stadt gibt es ein bun- tes Programm. Höhe-
punkt ist die CSD-Parade, an der 2008 über 35.000
Schwule und Lesben zu Fuß und auf 120 Wagen in
oft schriller Klamotte teilnahmen. Das Spek- takel
sehen sich jedes Jahr gut eine Million Zuschauer
als Zaun- gäste an. Infos unter Tel. 25 28 69. mehr
DÄ LÄNGSTE
DESCH VUN KÖLLE "Dä
längste Deesch (Tisch) vun Kölle" ist ein echtes kölsches
Volksfest und so be- liebt wie das Viertel, wo es stattfindet. Je-
des Jahr im Septem- ber
kommen auf den Tisch fast alle Speziali- täten aus Köln: Kölsch, deftiges Essen und
Musik, natürlich auch zum Schunkeln. Die
Severinstraße ist für ein Wochenende ein großer Bazar mit
vielen Ständen entlang des Weges. Auf Bühne vor
der Severinskirche gibt es dann ein buntes
Musikprogramm mit Promis aus Köln.
VIER
WEIHNACHTS- MÄRKTE 2009 Vier schöne große Weihnachtsmärkte gibt es in der
Kölner City. Geöffnet vom letzten Montag im
November bis vor Heiligabend. Auf dem Alter Markt
(seit 2008 neu gestal- tet) ist
es zwischen vor der Altstadtkulisse gemütlich. Am Dom sind die
Lage und die Lichtgirlanden reizvoll. Auf dem
Neumarkt (auch seit 2008 neu) ist der größte Markt mit
sehr gutem Angebot zu finden. Und am Rudolfplatz gibt es den
Märchen- markt mit der handge- schnitzten Krippe.
Kölner Lichter 2010 - Open Air Party mit einem Feuerwerk der Superlative
Köln ist die ungekrönte deutsche Hauptstadt der
Lebensfreude. Und nicht nur der Karneval bewegt Tausende
von Menschen aus Köln und aller Herren Länder in die
Altstadt und nach Deutz, um zu feiern. Seit Sommer 2001 wird der
üppige Kölner Festkalender durch das Großereignis der "Kölner
Lichter" bereichert. Auch 2010
findet das Volksfest
statt und zwar am Samstag,
den 17. Juli. Alles dreht sich um Lichter und
Musik - bei kostenlosem Eintritt übrigens. Los geht es
am Nachmittag mit einem schönen Bühnenprogramm, das
neuerdings im Tanzbrunnen stattfinden wird. Von dort
wird die Musik über viele Lautsprecher auf beide Rheinseiten
übertragen, wo sich am Ufer Getränke- und Imbisswagen
befinden und so für einen angenehmen Komfort der Gäste
sorgen. Wenn
es dann um 22:00 Uhr dunkel ist,
dann startet im Kölner
Vorort Porz ein Konvoi von rund 50 Schiffen in Richtung
Altstadt. Die Schiffskarten enthalten übrigens oft ein
Arrangement mit Büffet uvm. Die Passagiere kommen unterwegs an sechs kleineren
Feuerwerken vorbei, die den Konvoi begrüßen.
Gegen 22:30 Uhr erreicht der
"Flottenverband" die Kölner Innenstadt.
Empfangen werden die
Schiffe hier von 500.000
brennenden Wunderkerzen, die an die Besucher auf
der linken und rechten Rheinseite kostenlos verteilt wurden. Danach gehen die Schiffe in Position
und bleiben auf dem Rhein zwischen Hohenzollern- und
Zoobrücke vor dem Rheinpark liegen,
bis es dann um 23:30 Uhr soweit ist: das von Musik
begleitete Höhenfeuerwerk der Superlative. Fast 30
Minuten dauert das von der Firma Weco als einer von drei
Hauptsponsoren der Kölner Lichter künstlerisch
gestaltete und von gleich zwei Schiffsplattformen auf
dem Rhein gezündete Feuerwerk. Synchron zu den am
dunklen Himmel von den Raketen erzeugten Sekundenbildern
wird über die unzähligen Lautsprecher links und rechts
am Rheinufer eine zum Thema passende Musik abgespielt.
Es ist ohne Zweifel sehr beeindruckend, wenn der Takt
der Musik mit dem Aufgehen einer vielfarbigen Rakete am
Himmel deckungsgleich ist. Das darf man als
Meisterleistung betrachten. Das Spektakel wird von 20:15
bis 0:15 Uhr vom WDR Fernsehen live übertragen und
wohl von über zwei Millionen Menschen am heimischen
Bildschirm verfolgt.
Mehr Infos über die Kölner
Lichter und das Programm für 2010 findet man unter www.koelner-lichter.de.
Open Air Sportveranstaltungen 2010
PFERDERENNEN Seit 1898 werden auf dem großen Areal der
Pferderennbahn im Vorort Weidenpesch Jahr für
Jahr von März bis Ende November einige der
wichtigsten deutschen Galopp- rennen ausgetragen. Zu den Höhepunkten
an über 20 Renntagen gehören der
Gerling-Preis im April, im Mai das Mehl-Mülhens-
Rennen und der Preis von Europa
im Sep- tember, eines höchst- dotierten Rennen in
Deutschland. Für den Eintritt zahlen Besucher
zwischen 3 und 21 Euro je nach Tag und Sitz- oder Stehplatz. Auch
für Neulinge im Pferde- sport ist ein Besuch
bestimmt interessant. Mehr Infos unter Tel. 974 50 50.
mehr
RADRENNEN In jedem Frühjahr be- gibt sich die interna-
tionale Elite der Rad- rennfahrer nach Köln, wenn das vor
über 90 Jahren gegründete Rennen
"Rund um Köln" stattfindet. 25 Teams mit 250 Fah-
rern,
darunter der Sieger von 2002, Jan Ullrich, messen sich auf der 200 km
langen Strecke mit den Besten aus Belgien, Italien und
den Niederlanden. Die Route führt durch das Bergische Land östlich von Köln und ist
auch für die Profis teils sehr anstrengend. Das Ziel
ist am Rheinufer unweit der Zoobrücke, wo stets Tausende
von Fans die Strecke säumen. Weitere Infos unter Tel. 02237 659 540.
mehr
MARATHON Bis
zu 15.000 Läufer beweisen jedes Jahr im September einen langen Atem,
wenn sie beim Ford Köln Mara- thon auf die Strecke von genau 42,195
km kreuz und quer durch die Stadt laufen. An der Strecke
werden die Läufer von tausenden Zuschauern bejubelt
und angefeuert. Die Strecke führt
an den schönsten Punkten Kölns vorbei: Dom, Kirchen und
den Parks in der City. Jeder Läufer, der das Ziel in maximal sechs
Stunden erreicht, erhält eine Medaille. Für die Teilnahme
am Lauf sind zwischen
36 und 56 Euro fällig. Am besten also früh anmelden. Mehr Infos: Tel.
94 94 222. mehr
Die Kölner Weihnachtsmärkte 2010
In Köln gibt es bekanntlich mehr als vier
Jahreszeiten: mindestens fünf an der Zahl. Es könnten
aber auch sechs sein. Denn nachdem die fünfte am 11.11.
begonnen hat, folgt nur knapp zwei Wochen später mit
der Eröffnung der Weihnachtsmärkte eine eigene und vor
allem sehr schöne Zeit in Köln. Denn unsere Stadt mit
dem Dom und den nicht minder berühmten romanischen
Kirchen leuchtet dann in der frühen Dunkelheit an jedem
Tag herrlich warm von den Märkten. Es wundert daher
nicht, dass jedes Jahr tausende Besucher nach Köln
kommen, um vor allem die Wärme und Geborgenheit der
Kölner
Weihnachtsmärkte
zu genießen. Und den Rang einer eigenen
Jahreszeit über nur vier Wochen haben die sechs
Märkte inklusive Mittelaltermarkt am Schokomuseum
plus dem Markt auf der "MS Wappen von
Köln" auf dem Rhein nicht nur wegen Ihrer
doch beachtlichen Anzahl, sondern auch wegen
ihrer jeweiligen Größe. Das Angebot auf dem Markt
auf dem Roncalliplatz am Dom (koelnerweihnachtsmarkt.de), auf dem Alter Markt, dem
Neumarkt und dem Rudolfplatz ist insgesamt riesig und
vielfältig. Hinzu kommt der Weihnachtsmarkt am Stadtgarten und der
schwimmende Markt auf der "MS Wappen von
Köln", die am Rheinufer in der Kölner Altstadt
zwischen Hohenzollern- und Deutzer Brücke vor Anker
liegt. Schön ist die schrittweise Erneuerung der
Märkte. So erstrahlen der Alter Markt und der Neumarkt
seitdem in neuem Glanz. Die gesamte Erscheinung wurde
mit neuer Anordnung, neuer Deko und neuen Häuschen
deutlich verbessert, und das gilt im besonderen für das
Speisen- und Warenangebot. So urteilen jedenfalls viele,
mit denen man über ihre Meinung zu den Neuerungen
spricht. Doch letztlich ist es Geschmacksache. Deshalb
die Empfehlung: Kommen Sie (mal wieder) nach Köln und
genießen Sie selbst!
Die Kölner Weihnachtsmärkte sind
von Ende November bis kurz vor Heiligabend täglich von 11:00 bis 21:00 Uhr geöffnet. Infos
über P+R
und Parkhäuser.
STRASSENKARNEVAL
Kölner Straßenkarneval über sechs Tage. Am
Aschermittwoch ist alles vorbei. Los geht's an Weiberfastnacht
um 11.11 Uhr auf dem Alter Markt. Mehr siehe links.
Mai
MÜLHEIMER
GOTTESTRACHT
Sehr sehenswert, auch für eher glaubens- oder kirchenferne
Menschen ist die Schiffsprozession an Fronleichnam. Am
Landesteg nahe der Kirche St. Clement legt ein Schiff ab und
fährt mit dem Weihbischof, den jüngsten Kommu- nionskindern
und Mess- dienern rheinaufwärts in Richtung Dom. An der
Zoobrücke wird gedreht, und es geht zurück nach Mülheim.
Während der Rheinfahrt segnet der Weihbischof Land und Fluss.
Die St. Sebastinus Schützenbrüderschaft begleiten das Schiff und
geben Böllerschüsse ab. Karten für die Mitfahrt
auf dem Prozessions- schiff kosten 5 Euro, für Kinder 2,50 Euro.
Infos unter Tel. 221 23345. mehr
Juli
CHRISTOPHER
STREET DAY
Tausende Schwule und Lesben aus aller Welt feiern
drei Tage lang von Freitag bis Sonntag in Erinnerung an den
27. Juni 1969, als es in der New Yorker Christopher Street
einen Aufstand der Homo-Szene gegen die bei Razzien regel-
mäßig auf Schwule ein- prügelnden Polizisten gab, ein Open Air Fest
in der Altstadt mit Bühnen- programmen, Imbiss- und Bierbuden.
Die ein- schlägigen Szenekneipen sind so gut wie durch-
gängig geöffnet und auf den Straßen sieht der ahnungslose
wie brave Bürger auf seinem sonn- täglichen Spaziergang
durch die Stadt, wie er- wachsene Männer Händ- chen haltend
und ein- ander küssend über die Straße flanieren. Ihren Höhepunkt
erlebt die Kölner CSD-Gemeinde dann mit der Parade am Sonntag
nachmittag. Es ist eine Art improvisierter Rosenmontagszug
ohne Kamelle, dafür mit vielen halbnackten und feixen- den Menschen,
die zu Fuß und auf LKW-Lade- flächen zu oft brüllend lauter
Musik tänzerisch ihr Bestes geben (und dabei zeigen). mehr
KÖLNER
LICHTER
Typisch Köln: Obwohl erst seit wenigen Jahren im Kölner
Festkalender, ist das Ereignis "Kölner Lichter"
schon zu den Großereignissen. mehr
August
C/O
POP Nach dem leichten Schock in der Domstadt über den Umzug der
Musikmesse Popkomm von Köln nach Berlin entpuppte sich die
"c/o pop" (heißt "Cologne on Pop") als
voller Erfolg beim Publikum. Das 2004 gestartete "Festival für
elektronische Popkultur" mit 400 Konzerten in 50 Clubs
besuchen 50.000 bis 60.000 Besucher.
September
DÄ
LÄNGSTE
DESCH
VUN KÖLLE
Urkölsches Fest im
Severinsviertel entlang der Severinstraße. Findet seit 30 Jahren immer
Ende September in dem äußerst beliebten Viertel statt. Hier
wohnten und lebten einst Heinrich Böll, Trude Herr oder
Wolfgang Niedecken, den man auch den Bob Dylan der Südstadt
nannte. Heute soll Tommy Engel, früherer genialer Kopf der
"Bläck Föös" ganz nah an der Severinskirche
wohnen. Der "Desch" (Tisch) ist ein Jahrmarkt und
Straßenfest, an dem sich viele Läden auf der Severinstraße
beteiligen. Alles ist gut gemacht, herausheben muss man aber
dennoch die sehr leckeren Spezialitäten vom Grill oder aus
dem Kochtopf der Metzgerei Schlüter. Auf den
Severinskirchplatz nahe am Chlodwigplatz findet immer ein buntes Programm auf der Bühne
vor der Kirche St. Severin statt. Eröffnet wird das Fest seit
1980 meist vom Kölner Oberbürgermeister. mehr
PREIS
VON EUROPA Auf der Pferderennbahn in Weidenpesch fiebert die
feine Gesellschaft mit ihren Jockeys um Platz und Sieg. Mehr
siehe links bei "Open Air Sport- veranstaltungen". mehr
Oktober
KÖLN
FORD MARATHON
Auf genau 42,195 km quer durch Köln beweisen mehr als 15.000 Läufer
und 5.000 Teilnehmer auf Inline-Skates einen langen Atem. Start und Ziel
ist vor dem Bahnhof Deutz am Ottoplatz. Für mehr Infos siehe links bei "Open
Air Sportver- anstaltungen". mehr
November
START
DER KARNEVALSSESSION 11.11. um 11.11 Uhr
Dieser Termin ist leicht zu merken und für jeden Jeck (oder hochdeutsch
Karnevalsnarren) ein magisches
Datum, denn nun startet die neue Karnevalsession. mehr
Dezember
VIER
GROSSE WEIHNACHTSMÄRKTE
Vier große und schöne Weihnachtsmärkte gibt es
in der City: Am Dom, auf dem Alter Markt, auf dem Neumarkt und
auf dem Rudolfplatz. Es lohnt sich, gleich alle zu besuchen.
Gleichwohl gilt das seit 2008 besonders für die Märkte auf
dem Neumarkt und dem Alter Markt. Denn dort wurden die
Konzepte ganz neu erarbeitet. Das schlägt sich in der
gesamten Deko mit neuen Häuschen, neuer Beleuchtung und vor
allem einem offenbar besseren Waren- und Speisenangebot
nieder. Alles sieht moderner, aufgeräumter und sortierter aus
bei zugleich sehr gemütlicher Atmosphäre zwischen den
Ständen und in den Glühweinhütten. Das sollte und wird zur
Nachahmung anderer Märkte anregen, die schon etwa in die
Jahre gekommen sind.
Alle
Angaben ohne Gewähr. Hinweis: Für alle Rufnummern gilt die
Vorwahl 0221, wenn keine andere genannt ist.